Neues Gremium soll Interessen von Menschen mit Down-Syndrom stärker einbeziehen

down-syndrom köln e.V. hat einen Beirat gegründet, um die Interessen von Menschen mit Down-Syndrom noch stärker und systematischer in die Vereinsarbeit einzubeziehen. Der Beirat „Mit uns, nicht über uns“ soll den Vorstand beraten und Ideen für Aktivitäten einbringen. Dem Beirat gehören zunächst vier junge Menschen mit Down-Syndrom an, die am Montagabend bei der Mitgliederversammlung des Vereins gewählt wurden.

Das neue Gremium tagt künftig mehrmals im Jahr. Die Sitzungen werden von einer pädagogisch geschulten Fachkraft moderiert, die zum Beispiel beim Verstehen und Bearbeiten von Themen unterstützt. Ein Mitglied des Beirats wird zudem als Beisitzer oder Beisitzerin dem Vorstand angehören.

„Durch den Beirat werden die Wünsche und Interessen von Menschen mit Down-Syndrom künftig noch unmittelbarer in die Vereinsarbeit einfließen“, sagte die Vorsitzende von down-syndrom köln, Dagmar Kromer-Busch. „Nach dem Grundsatz ‚Nicht über uns, sondern mit uns‘ wird das Recht auf Teilhabe so nun auch auf dieser Ebene gestärkt.“

Liáng Sáenz Gruezo, Mitglied des Beirats, sagte: „Wir haben schon viele Ideen. Zum Beispiel eine Band gründen und beim Sommerfest eine Tanz-Choreo und Sport machen.“

Auch wenn in Selbsthilfevereinen die Bedürfnisse von Menschen mit Down-Syndrom im Vordergrund stehen, ist es bislang eher die Ausnahme, dass sie in den Vereinsstrukturen vertreten sind. Down-syndrom köln e.V. möchte diese Lücke nun bewusst schließen.

Zum Beirat „Mit uns, nicht über uns“ gehören folgende Personen: Daniel Schultze-Gebhardt, Jan Grünig, Liáng Sáenz Gruezo und Annu Berger (fehlt auf dem Foto)