Ausnahmegenehmigung zum ParkenSchwerbehinderten ohne Eintrag der Merkzeichen “aG” oder “Bl”

 im Schwerbehindertenausweis kann ebenfalls eine Parkerleichterung erteilt werden.

Mit dieser Parkerleichterung wird im Bereich der Bundesrepublik Deutschland erlaubt,

  •     an Stellen, an denen das eingeschränkte Haltverbot angeordnet ist (Zeichen 286, 290.1 StVO), bis zu drei Stunden zu parken. Antragstellern kann für bestimmte Haltverbotsstrecken eine längere Parkzeit genehmigt werden. Die Ankunftszeit muss sich aus der Einstellung auf einer Parkscheibe (§ 13 Absatz 2 Nr. 2, Bild 318, StVO) ergeben,
  •     im Bereich eines Zonenhaltverbots (Zeichen 290.1 StVO) die zugelassene Parkdauer zu überschreiten,
  •     an Stellen, die durch Zeichen 314 und 315 (StVO) gekennzeichnet sind und für die durch ein Zusatzzeichen eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken,
  •     in Fußgängerzonen, in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeiten zu parken,
  •     an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten zu parken, ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung,
  •     auf Parkplätzen für Bewohner bis zu 3 Stunden zu parken,
  •     in verkehrsberuhigten Bereichen (Zeichen 325.1 StVO) außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern,

sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht. Die höchstzulässige Parkzeit beträgt 24 Stunden.

Diese Erlaubnis berechtigt jedoch nicht dazu, auf den extra ausgewiesenen Schwerbehindertenparkplätzen mit Rollstuhlsymbol zu parken!

Für die Erteilung dieser Parkerleichterungen muss das Vorliegen einer der folgenden Voraussetzungen nachgewiesen werden:

  •     Schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken);
  •     Schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen
  • auswirken) und gleichzeitig einem GdB von wenigstens 50 für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane;
  •     Schwerbehinderte Menschen, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt sind, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 60 vorliegt;
  •     Schwerbehinderte Menschen mit künstlichem Darmausgang und zugleich künstlicher Harnableitung, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 70 vorliegt.